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Christian mayhofer

Psychotherapeut, Zen Mönch, Buddhist Advisor

Über den Plan:

Ein Plan ist natürlich zu allererst ein Werkzeug. Als solches verspricht es Komplexes zu ordnen (stellt sich einer allgegenwärtigen Entropie entgegen) und trägt eine Vorstellung von Überschaubarkeit und somit Kontrolle (über das Unkontrollierbare) in sich.

Das ist gut. Und fühlt sich gut an. Und auch das ist gut – und manchmal eine Illusion.

Es fasziniert, wie einem guten Plan das Gefühl von Sicherheit und Zuversicht innewohnt und wie wir, angesichts eines solchen, in der Lage sind unsere Kräfte und Foki auf Vorhaben zu bündeln und wie er Mut macht, dem Einzelnen wie den Vielen.

Hier kommt der menschliche Geist ins Spiel – dem eine magische Eigenschaft innewohnt, nämlich das „Planhafte“ des Plans bald zu vergessen und es zur „So ist Es“ oder „Wirklichkeit“ zu machen – und sich als solche darauf zu beziehen. Also von „The Map is NOT the Territory“ hin zu „The Map IS the Territory“ ... und dies nennt der Buddhismus dann den Beginn von Leid und der Rest der Welt nennt es Panne, Breakdown oder Zwang und Illusion..

Seine Grundnatur entspricht somit wunderbar der Grundlogik eines christlich judäischen Grundparadigmas (in dem der sogenannte Westen und all sein Denken gründet) – eines Beginnes, einer Mitte und ein Ende (die erlösung), auf das hin alle Bewegung und SeinsSinn zielt und spricht damit unmittelbar darin hinein – in ein Heilsversprechen am Ende des Weges (Du musst bloß lange genug gehen..)

In Abwandlung eines alten buddhistischen Koans könnte man sagen „Having a plan is forgetting about the plan“.

Ein Plan ist in diesem Sinne von großartigem Potential. Ordnet und bündelt er zuerst die Kräfte und schärft manchen Sinn, erlaubt es das „Vergessen“ des Plans nun ins volle Vertrauen zu gehen, erlaubt es sich auf eine tiefe Gewissheit des Geführt Seins einzulassen und in der Vorläufigkeit des unmittelbaren Augenblickes präsent zu sein – und aus diesem tiefen Grund wach, hell und unmittelbar zu sein. Nicht festhaltend sondern staunend, der Zen spricht vom „Beginners Mind“.

Dies erlaubt einen lebendigen Tanz, wie im Spiel, nicht haltend sondern weiterreichend, erlaubt Freiheit und nicht Zwang und das Nützen des Situationspotentials jeden Augenblickes – aber das ist eine andere Geschichte

Über mich

Sehr früh haben mich die Fragen „dahinter“ interessiert, was führt zu einem Gelingen, zu Glück, zu einem guten Leben, für mich und für Andere. Das hat mich direkt ins Herz der östlichen Weisheitstraditionen geführt, ins Herz Sutra des Buddhismus – und von dort weiter. Die Zeit in einem Zen Kloster prägt das Schauen und das Sein in der Welt, vor Allem nach Innen – und dann nach Außen, falls es das dann noch gibt.

Über die Psychotherapie, der Arbeit mit Sucht- und Aidskranken und der Überwindung von Leiden, die Erforschung der Ursachen – wie kommt es dazu? Somit war ich rasch beider Frage nach der Natur des menschlichen Geistes und diese weist unmittelbar auf die Frage der Natur von Bewußtsein selbst.

Dies ist die zentrale Frage meines Lebens geworden und ich erforsche sie gemeinsam mit meiner Frau Julia Culen jeden Tag aufs Neue. In Unternehmen die wir beraten, mit deren Leitern und Executives und mit vielen anderen, die Menschen führen und die die Welt für sich und viele andere wesentlich gestalten.

Und ich erforsche sie im Garten mit den Rosen und im Staunen der Unmittelbarkeit und Unvorhersehbarkeit des Gartens, ein prachtvoller Ort um am und mitten im Leben zu sein