Georg Hobmeier

AKADEMIE HALLEIN - MODULE LEADERS 2015

Georg Hobmeier works as a choreographer, director, dramaturg and performer. He has created interdisciplinary projects with artists from dance, digital music, architecture, theatre and visual art. He favours working in collective structures.

Around 2000, he started as a self educated choreographer combining dance, technology and theatre. These works, such as "Riviera" (2000), "Being Odysseus" (2003) and "We Only Do (What They Are Programmed For)" (2004), were well received in venues such as the ICA London, Monaco Dance Forum and Festspielhaus Hellerau. For his thesis on "Riviera" he was awarded a "Förderpreis" by the Koerber-Stiftung.  After his graduate study in Amsterdam (2004 - 2006) he turned to more theatrical forms,  developed a set of wireless electrostimulators to access his own body from the outside and produced a series of sombre works about interrogation and control, such as "MyMyoMayhem" (2006), "Unit" (2007) and "Seismic Body Memory" (2008). 

Recently he developed a series of site specific dance pieces called "area". He also worked as lecturer and teacher at various reknowned institutions such as the RSC Glasgow, Folkwanghochschule Essen and Kunstakademie Nürnberg. He currently works as an advisor for various creative undertakings in the performing arts and started a company for serious games called „Causa Creations“, that develops games for NGOs such as Amnesty International.

 

Georg Hobmeier wuchs in mittelständischen Verhältnissen im schönen Land Tirol auf. Er absolvierte ein Schauspielstudium am Mozarteum Salzburg und einen Masterstudiengang für Choreographie und Neue Medien an der Theaterschool Amsterdam.

Seit 2000 arbeitet er als Darsteller, Choreograph und Dramaturg an den Schnittstellen von Theater, Tanz, Medien und öffentlichem Raum. Seine Arbeiten umfassen neben Stücken für die Bühne interaktive Medieninstallationen, Computerspiele, choreographische Laboratorien und eine Vielzahl unterschiedlichster Formate im Stadtraum. Zu sehen, hören und erleben waren diese an den folgenden Orten: ICA London, Monaco Dance Forum, Festspielhaus Hellerau, ZKM Karlsruhe, Melkweg Amsterdam, Bayerisches Staatsschauspiel, Festspielhaus Sank Pölten, STUK, dem Stadttheater Freiburg u.v.a. Dabei arbeitete er für, mit, unter oder an der Seite von Anne Bogart, Andreas Wiedermann, Depart, PVC, Tommy Noonnan, Keren Cytter, gold extra, Reinhold Bidner, Frieder Weiss, Henry Vega und zahlreichen anderen KünstlerInnen aus unterschiedlichsten Sparten. Ungestüm überquerte er dabei sämtliche Grenzen, die ihm Qualifikation, gesunder Menschenverstand und die Konventionen der Kunstwelt vorschrieben. Derartigen Tendenzen zum Risiko verdankt er Förderungen, Preise und Stipendien von Land/Stadt Salzburg, bm:ukk, Amsterdams Fonds voor de Kunst, ECF, DAKU, Körber-Stiftung und anderen.

In den letzten Jahren war er vermehrt als Dozent, Produzent und Organisator tätig. Er produzierte u. a. mit gold extra ein Computerspiel über illegale Immigration, „Frontiers“, das im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe ausgestellt ist, organisierte mehrere Veranstaltungen für das internationale Netzwerk Sweet&Tender und arbeitete für das International Random Film Festival. Er unterrichtete an der Kunstakademie Nürnberg, dem Mozarteum Salzburg, der Folkwang Universität der Künste Essen und hatte eine Gastprofessur an der Royal Academy of Music and Drama in Glasgow. In den letzten Jahren hat sich Georg Hobmeier, vor allem an Brennpunkten politischen Geschehens in Griechenland und Osteuropa, mit Site Specific Dance Pieces, “Area”, beschäftigt.

2014 gründeter “Causa Creations” eine Designstudio für Social Awareness Games, bei denen er mit NGOs wie Amnesty International und Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt zusammenarbeitet.